Corona, Corona, Corona …

Gibt’s eigentlich aktuell noch andere Themen? Na ja, das eine oder andere, aber definitiv nicht viele. Weltweit sind (leider meist zu spät) fast überall Schritte im Gange, das öffentliche Leben stillzulegen, oder zumindest soweit es geht einzuschränken, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen – von Verhindern kann ja schon lang keine Rede mehr sein.

So auch in Deutschland. Nach Mutti’s Rede vor ein paar Tagen sollte eigentlich jedem klar sein (auch denen, die es bis dahin noch nicht wahrhaben wollten), dass wir nicht mit unserem regulären Leben so weitermachen können. Deutschland ist da im internationalen Vergleich – zumindest was die Sterblichkeitsrate von Erkrankten angeht – sogar noch relativ gut dran. In Italien sieht’s halt schon ganz anders aus … hier kann man nur hoffen, dass die Ausgangsverbote die vor 1-2 Wochen erlassen wurden, endlich Wirkung zeigen.

Und hier in Deutschland? Vereinzelt haben Städte oder Kreise schon Ausgangsverbote verhängt, weitgehend ist es aber bisher bei dem Appell geblieben. Und was macht die Bevölkerung?

Nun, zum überwiegenden Teil bemüht sie sich, dem auch zu folgen. Viele Geschäfte, die für den alltäglichen Bedarf nicht essentiell sind, sind geschlossen. Viele Firmen – so auch meine – haben so weit es geht auf Home Office umgestellt (was bei uns ganz gut geht, weil die meisten unserer Tätigkeiten eh auf Geräten außerhalb unseres Büros erfolgen).
Und doch – es gibt Idioten (sorry, es gibt kein anderes Wort das hier keine Schönfärberei wäre), die meinen sie selber wären nicht gefährdet, die Club- und Restaurantschließeungen wären wohl nur Schikane, und die dann halt anderswo feiern und saufen.

Wie blöd muß man sein? Ja, mag sein, dass die Gefahr für jüngere Leute sicherlich relativ gering ist (man sagt die Sterblichkeitsrate für Personen jünger als 50 liegt ähnlich wie bei einer normalen Grippe um die 0.1%). Tatsächlich ist es aber mittlerweile so, dass nicht nur ältere Menschen auf den Intensivstationen liegen, sondern auch vermehrt jüngere Leute. Was muss man also tun, damit die vorgenannten Idioten das begreifen? Sie sind selber auch gefährdet. Und selbst wenn ihnen (und uns vernünftigen Bürgern) das egal wäre was sie mit ihrer eigenen Gesundheit anfangen – sie gefährden andere durch ihr verhalten. Vielleicht Leben und Gesundheit ihrer eigenen Eltern oder Großeltern. Wofür? Für ´nen Abend Besäufnis??? Muss das wirklich sein?

Ja, es ist nicht schön für die nächsten – realistisch gesehen – 2 Monate im Notprogramm zu leben. China hat etwa 10 Wochen gebraucht, die Ausbreitung des Virus quasi komplett zu stoppen. Mit weitaus extremeren Maßnahmen. Solange wir solche Idioten hier rumspringen haben, kommen wir vermutlich nicht mit 10 Wochen hin, sondern brauchen vielleicht 20. Leute, das wären 5 Monate! Wenn ihr glaubt es ist nervig beim aktuellen Mistwetter daheim zu hocken, nicht in Cafes zu dürfen oder ähnliches, dann überlegt doch mal wie sehr es nervt, wenn ihr im Juni, Juli nicht in Parks könnt, nicht im Eiscafé euer Eis schlecken dürfte, bei vielleicht 30 Grad in der Wohnung zu schwitzen statt im Schwimmbad abzuhängen. Ist es das wirklich wert? Ja? Dann macht weiter so. Die restlichen 95+% der Bevölkerung werden sich bei euch bedanken!
Doch es gibt auch an anderen Stellen Blödheit. So stand heute im örtlichen Werbeblättchen ein Bericht über Urlauber, die noch am 13.3. (!) zu einer Karibik-Kreuzfahrt aufgebrochen sind – und dann nach 2 Tagen wieder heim fliegen durften, weil sie eh keine der Inseln anfahren durften. Klasse. Warum das ganze? Nun, angeblich hatten die Urlauber noch bis zum Schluss mit dem Reiseunternehmen gesprochen ob die Reise wirklich durchgeführt werden würde – die Auskunft: Ja klar, es gibt keine Probleme.

Klar, der Laden wollte nicht die gebuchten Reisen stornieren, da hätte man ja das Geld zurückzahlen müssen. Gut, müssen sie jetzt wohl trotzdem. Eigentlich gehört der Veranstalter wegen Gefährdung der Reisenden verklagt. Dass eine Reise in einer solchen Situation nicht stattfinden kann und sollte, ist vermutlich jedem klar. Doch wurde hier aus rein wirtschaftlichen Interessen die Gesundheit der Reisenden, der Crew, und potentiell der Leute in der Karibik gefährdet.

Sicherlich ist es gerade für die Reisebranche ein massives Problem was gerade abgeht. Auch ich musste gerade schon fast schwitzen – für Ende April hatte ich – schon vor der Corona-Krise – einen Urlaub gebucht, am 28.4. sollte es losgehen. Gebucht über Reisebüro bei TUI/ITS. Hier wurde zunächst auch eher zögerlich reagiert. Zunächst Absage der Reisen bis Ende März. Dann ausgeweitet bis 24.4. (witzigerweise hat man – sollte jemand in der Situation neu buchen – dann Storno/Umbuchung kostenlos angeboten – nicht aber für ältere Buchungen). Heute morgen dann endlich die Meldung, dass alle Buchungen bis Ende April storniert und für alle Buchungen bis Ende Mai kostenlose Storno/Umbuchung eingeräumt würden. Auf Facebook hatte ich schon Meldungen von Leuten gelesen, die bei ihrem Reiseveranstalter storniert haben, weil sie das Risiko nicht eingehen wollten. Und das unter Verlust eines Großteils oder kompletten Reisepreises (hier kann man nur hoffen, dass die sich angesichts der Reisewarnungen und geschlossenen Grenzen das Geld doch noch wiederholen können). Andere haben allen ernstes in Erwägung gezogen, dennoch zu verreisen, da sie es nicht ertragen konnten, von sich aus zu stornieren und so das Geld zu verlieren, ohne einen Gegenwert zu erhalten. Zumindest ein klein wenig Verständnis (minimal) habe ich dafür. Allerdings muss man auch hier sagen, dass die Reiseveranstalter in der Situation definitiv schon ihren moralischen Bankrott erklärt haben.

Klar, wirtschaftlich gesehen ist die Corona-Situation eine Katastrophe. Und das nicht nur für einzelne Unternehmen.

Die angeordneten Schließungen belasten einen nicht unerheblichen Teil der deutschen Wirtschaft. Auch und gerade kleine Firmen – Geschäfte und Restaurants, die angesichts der Konkurrenz von Versandhandel und Einkaufszentren auf der grünen Wiese eh schon zu knabbern haben, könnten durch die aktuelle Krise den letzten Dolchstoß erhalten. Zwar hat die Regierung in Deutschland (sowie die EU) hier kurzfristig„großzügige“ Hilfsprogramme aufgelegt, doch wie viel helfen die wirklich? Mal ganz davon abgesehen, dass die Hilfen recht uneinheitlich gewährt werden. Im einen Bundesland als Zuwendung, im anderen als Darlehen, hier für die Selbstständigen in den Branchen X,Y und Z, im nächsten Bundesland auch für W und V aber nicht für Z … mir scheint, hier wird mal wieder von verschiedenen Politikern Klientel-Politik gemacht.
Klar, auch wurde gönnerhaft angegangen, dass wegen Zahlungsverzug bei Mieten niemand aus seiner Wohnung geworfen werden darf. Zumindest aktuell nicht. Wenn ich aber – zum Beispiel als Selbstständige(r) oder kleines Unternehmen – meinen Laden aktuell zu habe, oder meine Kunden meine Dienste aktuell nicht brauchen und ich deswegen keine Einnahmen habe … klar, dann kann ich unter Umständen ein günstiges Darlehen bekommen. Aber was ist denn dann in 2, 3 oder 4 Monaten? Unter der Prämisse dass alles wieder wie „vorher“ läuft, sitze ich dann auf einem Berg Schulden.

Dann fragt man sich: Warum muss ICH Opfer bringen (wegen angeordneter Schließung), der Hauseigentümer hat aber weiterhin vollen Anspruch auf Miete? (wobei es schon Berichte gibt von Eigentümern, die ihren Mietern für die Dauer von erzwungener Geschäftsschließung die Miete erlassen oder zumindest reduziert haben) Andererseits: Wenn der Vermieter auf Miete verzichtet – muss die Stadt dann für das gleiche Objekt nicht auch ihren Teil tragen, indem sie zum Beispiel auf Grundsteuer u.ä. verzichtet? Was ist mit den Leuten, die in Kurzarbeit müssen und dadurch 33-40% ihres Lohns für die ausgefallene Arbeitszeit verlieren? Gerade im unteren Lohnsektor kommen die Leute schon mit ihrem regulären Lohn nicht aus …

Mir scheint als würde hier wie üblich die Last primär auf die vielen Schultern der „kleinen Leute“ verteilt, während große Unternehmen hier durch staatliche Hilfen zum Teil deutlich besser gestellt zu sein scheinen. Hier ist auf jeden Fall noch viel zu tun. Man kann auf jeden Fall nur hoffen, dass durch vernünftiges Handeln aller (wo wir wieder am Anfang wären) die Krise möglichst bald gemeistert wird, damit für alle wieder halbwegs eine Normalität einziehen kann …

Bis dahin: Haltet die Ohren steif, benutzt euer Hirn, und bleibt oder werdet gesund!

Xenophobia from the pulpit

Disclaimer: I have tried to translate the original German lines from the Report and Mr. Algermissen’s sermon as close to their intended meaning as possible. When in doubt, check the original report in German linked to in this post.

It‘s not a new fact that the church – especially the catholic church – is somewhat arrogant and presumptuous. Apart from historic events like sale of indulgences, crusades, the inquisition, and – somewhat more recently – abuse of children by church „dignitaries“. And that‘s only the catholic church. For now, I’ll just stick to them (for obvious reasons). With its track record, one would think they ought to weigh their words a bit more. But then, that gets us back to the “arrogant” part. If your resident boss is the only infallible human being on earth, something like this can easily happen …

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#Brexit – are you really surprised?

This blog post is addressed to two groups of people …



Number one
, the „ruling elite“ politicians who were – and are – the pro-Europe people. I ask you:

Are you really surprised?

For years, more like decades, you along with others have been complaining about the EU.

Of the 28 countries that up to now made up the EU, you were the one that kept on complaining, even with getting special treatment at so many occasions (starting with Maggie Thatcher way back when), putting less than your fair share into the community money pot, demanding „opt-in“ and „opt-out“ rights for decisions that all other countries carried out (albeit with the bit of complaining here or there, but sticking to it anyway). You continued to complain.

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UnityMedia Formbrief #Fail

Mal was etwas technischeres – Nicht-Netzwerker mögen mir verzeihen …

Nur weil man einen Formbrief benutzt ist man nicht sicher vor einem Fail epischen Ausmaßes … ein Kunde hat bei UnityMedia eine Business-Kabelanschluss bestellt, dieser wurde geliefert und funktioniert. In dem Anschreiben hat sich folgendes „Juwel“ versteckt …

unity-fail

Dieses Beispiel ist auf so vielen Ebenen falsch, es ist einfach unglaublich …

  • ein Subnetz von mehr als einer IP kann nie auf einer ungeraden Adresse beginnen
  • ein 8er Subnetz muß auf einer durch 8 teilbaren Grenze beginnen, damit wäre z.B. auch 44 falsch, denn nur 40 und 48 sind durch 8 teilbar
  • und zu wissen, daß nach 48 und 49 nicht die 410 kommt sondern die 50, dazu muß man nicht mal Netzwerk-Techniker sein, sondern lediglich in der Grundschule bei Rechnen aufgepaßt haben.

Welcher Idiot bei UnityMedia hat eigentlich diese Formbrief-Vorlage zusammengestellt?

Fremdenhass von der Kanzel

This article is available in English.

Dass die Kirche – insbesondere die Katholische – oftmals ein „wenig“ überheblich und anmaßend ist, ist nicht wirklich neu. Historische Dinge wie Ablasshandel, Kreuzzüge und Inquisition, und – etwas Aktueller – Vertuschung von Missbrauchsfällen von Kindern und Jugendlichen durch „Würdenträger“ der Kirche. Und dabei sind das nur einige Punkte der katholischen Kirche. Andere Religionen mal außen vor gelassen. Vor dem Hintergrund sollte man meinen, dass man mit Äußerungen ein wenig vorsichtiger sein sollte. Aber damit wären wir wieder bei „überheblich“. Wenn man den einzig „unfehlbaren“ Menschen auf Erden auf seiner Seite und als Chef hat, passiert das schon mal…

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Overreactions in 3, 2, 1, …

Not exactly unexpectedly, though probably more extreme than anybody would have thought, Islamist (most likely according to the reports) terror has once again reached returned to Europe. In the worst attack since the 2004 train bombing in Spain, around 140 people were killed last night in multiple attacks in Paris, with around 100 alone at the site of a concert. From first reports, even an attack at the stadium that at the time had the France-Germany soccer match was likely, though seems to have been prevented by stadium security – unimaginable how high the death toll and wounded may have turned out in a place with 80000 spectators.
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Who is worse – Catholics or ISIS?

In the course of some discussions on a recent podcast, an intriguing mention got me thinking … not really a new idea, but …

The christian church’s – well, mostly, the Catholic Church – stance on contraception isn’t new. Preventing a pregnancy for them is sort of like murder. Even if there is no person (with how broad a definition of „person“ you want to work) whom you could murder. Murder. Premeditated Murder. Which is why especially in Africa, with its overpopulation (compared to the scarcity of food and clean water) and in the last 30+ years HIV/AIDS, most rationally thinking people have or would criticize the policy against any kind of contraception.

The comment in the podcast on who killed more people, the Pope (as Catholicism’s worldly leader) or ISIS, had me wonder about some numbers … and I wasn’t really surprised by what I was able to find …

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Und wieder einmal ist ein Bauernopfer zu beklagen …

Das hat ja mal nicht lange gedauert … kaum waren die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft mit deren Leitfigur Generalbundesanwalt Range gegen die Betreiber der Plattform netzpolitik.org bekannt geworden, schwappten die Wellen der Empörung hoch – sicherlich zu recht, und ebenso sicherlich eigentlich noch nicht hoch genug. Nachdem sich alle Beteiligten (also Maaßen als der den Stein ins Rollen gebracht habende, Range, sowie Minister Maas als Range’s „Vorgesetztem“) angesichts der Empörung der Öffentlichkeit verteidigt und die Schuld einem der anderen zugewiesen hatten, ging Range mit seiner Verteidigung wohl etwas weit – für Maas zu weit.

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Lächerlich, Lächerlicher, Generalbundesanwalt

Nachdem ja bereits kürzlich der deutsche Generalbundesanwalt Range verlauten ließ, daß die von Wikileaks vorgelegten Beweise als solche von ihm nicht akzeptiert würden, sah er sich anscheinend angesichts neuer Informationen und dem Angebot von Wikileaks-Gründer Assange, gegenüber dem NSA Untersuchungsausschuß auszusagen, genötigt, mal doch wieder so zu tun als täte er was. So heißt es heute, daß er wohl doch noch auf der Suche nach Beweisen wäre.

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